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Realistische Übungsannahme bei schwierigen Bedingungen.

Turnusgemäß richtete die Abteilungswehr Schollach die Gesamtherbsthauptprobe der Gemeinde Eisenbach aus. Als Übungsobjekt wurde das „Hochberghäusle“ am Hochberg auserwählt. Die Führungskräfte der Abteilungsfeuerwehr mit Kommandant Klaus Schuler haben diese Einsatzübung gemeinsam geplant und vorbereitet, das die Feuerwehrmänner vor  besondere Herausforderungen stellte. Denn das enge Sträßchen führt auf 1100 Meter Meereshöhe und ist im Sommer gut erreichbar, doch bei Schnee nur einspurig befahrbar. Außerdem bietet die Straße nur wenige Möglichkeiten zum Abstellen der Einsatzfahrzeuge. Weiterer Knackpunkt: In diesem Bereich gibt es keine zentrale Wasserversorgung, die Bauernhöfe bis hinauf zum Gasthof Engel versorgen sich durch eigene Quellen. Für den Notfall gibt es mehrere Löschweiher, die aber nicht alle das ganze Jahr zugänglich sind.


Die angenommene Ausgangslage: Durch einen technischen Defekt im Anwesen der Familie Ambs entstand ein Feuer im Keller des Hauses, das sich rasch ausbreitet und zum Vollbrand entwickelt. Mehrere Bewohner des Hauses, gestellt durch Jugendfeuerwehrleute, mussten das dem verqualmten Gebäude gerettet werden. Starker Ostwind gefährdete den dahinterliegenden Hochberghof sowie umliegende Gebäude. Hitzestrahlung und Funkenflug ließ eine Brandausweitung befürchten.

Alarmiert wurde um 14 Uhr die Gesamtwehr Eisenbach unter dem Stichwort: B3 Gebäudebrand. Schollach traf als erste Wehr am Einsatzort ein und startete die Maßnahmen für den Erstangriff im Kellergeschoß. Eisenbach unterstützte bei der Personenrettung aus der Garage und dem Obergeschoß. Oberbränd und Bubenbach sicherten die Wasserversorung aus den umliegenden Löschweihern. Die Feuerwehr Schollach war mit 28 Männern vertreten, Eisenbach und Bubenbach schickten jeweils 14 Einsatzkräfte, die Abteilungswehr Oberbränd zwölf. Bewährt hat sich wieder einmal der Schlauchanhänger, mit ihm konnte innerhalb kürzester Zeit und mit minimalem personellen Aufwand der Aufbau einer Löschwasserleitung vorbereitet und von den anderen Abteilungen weitergeführt werden.

Aufmerksame Beobachter unter den Zuschauern waren Bürgermeister Alexander Kuckes, Ortsvorsteher Peter Kleiser sowie Ehrenkommandant von Bubenbach Dietmar Seckinger.


Die abschließende Manöverkritik wurde im Gerätehaus Schollach bei kameradschaftlichem Beisammensein vorgenommen. Den Ablauf der diesjährigen Herbsthauptprobe ließ der Kommandant Klaus Schuler Revue passieren. Die Übung sei erfolgreich abgelaufen, allerdings müsse im Ernstfall damit gerechnet werden, dass die Schwierigkeiten in diesem Einsatzbereich noch viel höher sind.(Zufahrten, Witterung, Aufstellflächen, Löschwasserversorgung) Da es die Feuerwehr dann völlig unvorbereitet trifft, und schnell erste Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

Ein Dank gilt den Familien Ambs und Müller für die Zurverfügungstellung des Geländes, damit diese Einsatzübung realistisch durchgeführt werden konnte!