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Am 5. Februar fand für die Atemschutzgeräteträger der Abteilung Schollach ein Ausbildungstag im Regionalen Feuerwehrausbildungszentrum (RAZ) in Eschbach statt.
In den letzten Jahren hat sich immer deutlicher herausgestellt, dass für den Einsatzerfolg der Feuerwehr und für die Sicherheit der Einsatzkräfte eine realitätsnahe, praktische Ausbildung unverzichtbar ist. Daher müssen Methoden, taktische Vorgehensweisen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung, wesentlich besser als bisher, in geeigneten, wirklichkeitsbezogenen Übungsanlagen trainiert werden.“

Nach einer grundlegenden Einweisung, erlebten wir einen sehr informativen und lehrreichen Tag. Wir belegten das Modul 1, welche folgende Schwerpunkte beinhaltete:

·Wärmegewöhnung

·standardisiertes Öffnen von Türen

·Verlegen von Schlauchleitungen

·einsatztaktisches Verhalten im Innenangriff

Es war für alle eine ganz neue Erfahrung, diese Ausbildung in den holzbefeuerten Containern, sehr realistisch, mal eine Übung mit echtem Feuer, Rauch und Hitze.

Ein Blitzeinschlag und daraus resultierend ein Großbrand am "Kaspilis Hisli" in Schollach war Übungsannahme für die Herbsthauptprobe der Eisenbacher Gesamtwehr. Um 14.30 Uhr rückten am Chilbi - Samstag die vier Eisenbacher Wehren aus. Etliche Besucher, darunter Bürgermeister Alexander Kuckes und Ortsvorsteher Peter Kleiser beobachteten die Großübung.

62 Mann waren im Einsatz, dazu auch sechs Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Geübt wurde der Aufbau einer stabilen Wasserversorgung, vier Versorgungsleitungen mit jeweils gut 250 Metern Länge und zwei Verstärkerpumpen förderten Wasser aus dem Talbach. Zu schützen waren die umliegenden Häuser. Der Großbrand im vergangenen Jahr in Bubenbach zeigte deutlich, dass diese Maßnahme nicht ernst genug genommen werden kann. Ebenso wurden die Mitglieder der Jugendfeuerwehr über tragbare Leitern aus den umliegenden Gebäuden gerettet. Die Einsatzleitung lag in den Händen von Thomas Sigwart, dem stellvertretenden Kommandanten. In der abschließenden Besprechung äußerte sich Gesamtkommandant Reinhold Teichgräber zufrieden mit dem Ablauf der Großübung, Ortsvorsteher Peter Kleister würdigte die Zusammenarbeit der Wehren. Kommandant Klaus Schuler wertete die Übung als realistisch und sehr gut geplant.

Am 18. Juli 2011 wurde eine gemeinsame Probe mit der TEG (Tageseinsatzgruppe) Eisenbach durchgeführt. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall auf der Hochbergstrasse bei dem ein PKW von der Strasse schleuderte und seitlich liegenblieb. Der PKW war mit 3 Personen besetzt, wobei 2 Personen eingeklemmt und eine weitere im Schockzustand sich von der Unfallstelle entfernte. Die TEG Eisenbach kümmerte sich mit ihrer Ausrüstung um die Unfallrettung. Die Abteilungswehr Schollach sicherte den Unfallort ab, stellte den Brandschutz sicher, da angenommen wurde, dass sich ein Brand auf das angrenzende Wohngebäude übergreifen könnte. Weiter wurde die vermisste Person gesucht, und die Kameraden aus Eisenbach unterstützt. Nach gut 45 Minuten waren alle Personen gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Auch in diesem Frühjahr wurde eifrig geübt, um für den Einsatzfalle gewappnet zu sein.

Im Februar fand im Eisenbacher Gerätehaus ein weiteres 3-teiliges Seminar für die restlichen Atemschutzgeräteträger der Gesamtwehr statt, die im vergangenen Jahr noch nicht teilgenommen hatten. In dem abteilungsübergreifenden Atemschutzseminar wurden theoretische Kenntnisse aufgefrischt und durch praktische Übungen vertieft. Ein Schwerpunkt dieser Ausbildung lag in der standardisierten Vorgehensweise bei Ausrüstung und Einsatztätigkeit, damit alle Atemschutzgeräteträger der Gesamtfeuerwehr Eisenbach auf einen gemeinsamen Wissensstand kommen, und im Einsatzfall und Übungen gemeinsam, auch gemischt vorgehen können. Durchgeführt wurden diese Fortbildungen von den sog. Atemschutzhilfsausbildern, welche sich aus Mitgliedern der einzelnen Abteilungen rekrutieren. Gezielt wurden Themen behandelt und praktisch angewendet um auf einen einheitlichen Ausbildungsstand zu gelangen. Schwerpunkte waren u. a. Richtiges anlegen der Schutzausrüstung, Funkkommunikation, Personensuche, Personenrettung, Druckbelüftung, Türenöffnung und vieles mehr.